Indien 15.10. – 03.11.2011 Teil 4

Samstag – Schule

Samstag, den 29.10.2011
Heute ist ein ganz normaler Schultag, denn jeden 2. und 4. Samstag im Monat haben GD Schueler Unterricht.
Jeden Montag tragen die Schuelerinnen der Oberstufe den Schulsari und die Jungs eine Krawatte (passend zur Schuluniform). Samstags und mittwochs tragen sie weisse Schuluniformen mit verschieden farbigen Armabschluss. Die Farben symbolisieren die Zugehoerigkeit zu einem Haus: Neptun-Haus, Saturn-Haus, Mars-Haus…
Die Haeuser untereinander tragen Ueber das Jahr verteilt Wettkaempfe aus. Diese sind nicht nur sportlicher Natur, sondern betreffen vor allem den geistigen Vergleich. Kunstwettbewerbe und Tanzcompetitions tragen zu einem lebendigen Schulleben bei.

Heute morgen haben wir endlich unsere Kunstwerke beendet. Die letzten Verziehrungen wurden angebracht und wir sind alle zufrieden mit dem Ergebnis.
Nach dem Brunch fuhren wir zum GD Museum. Dort konnten wir viele technische Ausstellungstuecke bewundern: Gammophon, Gogomobil, das erste Telefon, das erste FAX Geraet und vieles mehr. Die Sammlung alter Fahrzeuge weckte vor allem die Aufmerksamkeit der Jungs. Das GD Museum beheerbergt eine kleine und sehr liebevoll zusammengestellte Sammlung technischer Errungenschaften des letzten Jahrhunderts.

Ferien

Samstag, den 29.10. und Sonntag, den 30.10.2011
Die Ferien auf dem Zollberg haben begonnen und fuer uns stehen die letzten Tage in Indien ins Haus. Wir hoffen, dass sich alle auf unsere Rueckkehr am Freitag freuen und wir mir Ihnen euch unsere Begeisterung teilen koennen.

Waehrend sich die Schueler mit ihren Austauschpartnern zum Paintball verabredeten, fuhren die Lehrer eigentlich zum Cricketspiel. Leider musste dies, genauso wie das Paintballspielen ausfallen. Die starken Regenguesse in der Nacht vermiesten uns diesen Spass.
So fuhren wir (Knoblich/Haerle) in ein nahegelegens Biospaerengebiet. Dort fanden wir einen sehr liebevoll angelegten Baumlehrpfad vor. Herr Venkatesch (Austauschlehrer 2010) und ein Angestellter erklaerten uns die Heilwirkung der Baeume. Fast jeder Baum und jeder Strauch hat eine heilende Wirkung. Vergleichbar ist dies mit unseren Bachblueten und Kraeutern.
Diesen Baum nennt man das Feuer Indiens. Wenn er in voller Bluete steht und ihn von oben betrachtet, koennte man wirklich glauben, dass er in Flammen steht. Dieses Feuer strahlt uns jeden Tag entgegen. Egal, ob wir in der Schule oder zu Hause in den Gastfamilien sind. Es bleibt nichts unversucht um uns den Aufenthalt hier unvergesslich zu machen. Zwei unserer Schueler durften eine Hochzeit miterleben. In der Regel wird der beste Zeitpunkt fuer eine Hochzeit von einem Astrologen errechnet. Danach werden ca. 2000 Gaeste eingeladen und verkoestigt. Diese mehrtaegige Feier umfasst sowohl die Zeremonie im Tempel, als auch den Gratulationsmarathon in einer grossen Halle (zu vergleichen mit einer Messehalle) .

Cookery class

Montag, den 31.10.2011
Nach der Morning Assembly gingen wir mit unseren Austauschschuelern in den Unterricht. Nach den Winkelberechnungen, mussten wir uns erst einmal in der Mensa staerken. Dem Fruehstueck folgte eine Kochvorfuehrung unserer Kunstlehrerin. Wir stellten eine indische Suessigkeit namens Chikki her, die wir leicht zu Hause nachkochen koennen. Zucker wurde karamellisiert und gemahlene, ungesalzene Erdnuesse dazugegeben. Die Masse wurde zum Abkuehlen auf ein Blech gestrichen, in Quadrate geschnitten und zeteilt. Jeder von uns durfte selbst Hand anlegen und alles wurde danach gleich vernascht.

Morgen ist schon Dienstag, die letzten Tage vergehen wie im Flug.
Bis bald
Astrid Haerle und Joerg Knoblich

Cookery class PART TWO

Dienstag, den 01.11.2011
Heute war wieder ein ausserordentlicher Regentag, so dass die „morning assembly“ zum ersten mal von den Klassenzimmern aus abgehalten wurde. Danach ging es sofort in die Kueche – heute stand „Poori Masala“ auf dem Speiseplan. Das sind Teigfladen mit einer Sosse aus Tomaten, Pepperoni, Koriander, Kartoffelbrei und weiteren Gewuerzen. Das Frittieren der Fladen hat unseren Jungs besonders viel Spass gemacht. Einige trugen kleinere Brandblasen davon.

Anschliessend gingen es zurueck in die Klassen. Der Sportunterricht fand heute wieder in der Sporthalle statt. Morgen geht es zum frisch gewaehlten Buergermeister von Coimbatore.

Liebe Gruesse
Ihr Indienteam

Wasserfrei

Mittwoch, den 2.11.2011
gestern Abend erfuhren wir durch die Nachrichten im Fernsehen, dass einige Schulen ueberflutet waren. Aus diesem Grund fiel der Unterricht heute aus. Trotzdem trafen wir uns um 9.30 Uhr an der Schule, denn wir hatten einen wichtigen Termin beim Buergermeister. Puenktlich um 9.50 Uhr trafen wir im Rathaus ein. Eines hatten wir in Indien gelernt – das Warten. Der Buegermeister war verspaetet, da er die durch den Monsun ausgespuelten Strassen begutachtete.
Die Zeit wurde gut ueberbrueckt. Wir wurden durch einen Pressesprecher begruesst und 30 Reporter wurden auf uns losgelassen. Gerne beantworteten wir ihre Fragen und uns wurde bewusst, welche wichtige Aufgabe wir als Botschafter unserer Stadt in diesem Augenblick hatten.

Als dann der Buergermeister endlich den Raum betrat, wurde es erst richtig offiziell. Das erkannte man daran, dass alle Fotografen und Journalisten aufgeregt durcheinander liefen um die besten Plaetze zu ergattern. Wir wurden gebeten uns vorzustellen und unsere spontanen Eindruecke von Indien zu nennen.
Nach seiner Rede bekam jeder von uns einen Schal umgehaengt, wie es eine alte Begruessungstradition vorsieht. Das Blitzlichtgewitter war im vollem Gang, als wir nach aussen gebeten wurden, um uns vor dem alten Rathaus mit ihm aufzustellen.

Farewell at G.D.

Donnerstag, den 03.11.2011
Heute morgen trafen wir uns zum letzten mal um 7.00 Uhr an der G.D. School. Alle Schueler hatten schon ihr Reisegepaeck dabei, damit wir es wiegen konnten, um so boese Ueberraschungen am Flughafen zu vermeiden.
Um 9.30 Uhr organisierte die Schule extra eine Verabschiedung, an der alle Schueler ab Klassenstufe 5 teilnahmen. Hier merkten wir nochmals, dass wir ein Teil der Schulfamilie geworden sind. Unsere Schueler wurden von ihren Partnern mit einigen persoenlichen Worten bedacht. Allen wurde ein kleines Abschiedsgeschenk ueberreicht. Dies war zum Einen unser selbstgemachtes Kunstwerk und zum Anderen ein Tennicoit-Ring.
Sophia und Jessica sprachen im Namen aller ein paar Dankesworte und Alina sang ein Abschiedslied. Sie haben ihre Sache prima gemacht und wurden mit sehr viel Beifall belohnt.
Nachher findet noch eine kleinere Pressekonferenz an der Schule statt. Danach geht es zurueck in die Familien und um 18.30 Uhr mit dem Bus zum Flughafen.

Also, sie muessen nicht mehr lange auf uns warten!!